Geschichte von Concordia Oidtweiler

Die Geschichte des Oidtweiler Fußballsports beginnt im Jahre 1908. Um diesen Zeitpunkt werden auch in den Nachbargemeinden des damaligen Kreises Geilenkirchen die ersten Gründungen von Fußballvereinen nachgewiesen.

1908 - 1909, Vereinsvorsitzender Heinrich Hansen

1908 wurde der Fußballclub unter dem Namen "Borussia Oidtweiler" aus der Taufe gehoben. Zum Voritzenden wählte man Heinrich Hansen. Das erste Spiel des Vereins wurde in Setterich ausgetragen. Für Oidtweiler spielten:

August Braun, Heinrich Braun, Peter Braun, Hubert Braun, Wilhelm Brosius, Hubert Sieben, Franz Kellenter, Martin Beckers, Johann Beckers, Franz Hermanns aus Alsdorf und Peter Saur aus Baesweiler

Für den Neuling Oidtweiler ging das Spiel 3:7 verloren.

Zu den ersten Oidtweiler Fußballspielern und Mitgründern des Vereins gehörten auch:

Fritz Braun, Gottfried Wüllenweber, Josef Derichs, Andreas Hafers und Heinrich Düster aus Schaufenberg.

Einen festen Sportplatz hatte der Verein nicht. Die Heimspiele wurden auf Wiesen und Stoppelfeldern ausgetragen.

1910 - 1914, Vereinsvorsitzender Leo Braun

Der Verein bemühte sich um einen ständigen Sportplatz. Schließlich gelang es hierfür die Wiese "Weidenhaupt" im Blumenfeldchen (jetzt Wiese Mürkens) zu pachten.

1914 - 1918

Der erste Weltkrieg brach aus. Die meisten Borussenspieler mussten an die Front. Der Spielbetrieb ruhte.

1919 - 1920, Vereinsvorsitzender Michael Schleiden

1919 formierte die Borussia sich wieder.
Gleich auf Anhieb schaffte der Verein den Aufstieg in die B-Klasse (2.Kreisklasse). Zu den Stammspielern gehörten zu dieser Zeit:

Michael Schleiden, Wilhelm Keufen, Hubert Büttgen, Eduard Regozini, Matthias Keufen, Heinrich Keufen, Matthias Kochs, Franz Görtz, Andreas Lerschen, Peter Decker, Egidius Maaßen, Theo Bergstein und Andreas Beckers

1920 gründete der Verein eine Jungendabteilung unter Leitung des damals erst 20jährigen Johann Florack. Als Sportplatz wurde zunächst die Wiese des Landwirts Paul Harren hinter der "Kuhwiese" und ab 1920 der "Kleine Bend" des Landwirts Albert Kockerols benutzt.

1919 - 1920, Vereinsvorsitzender Wilhelm Keufen

Einen endgültigen Sportplatz hatte der Verein immer noch nicht. 1921 war es die Wiese des Landwirts Anton Prepols an der Alsdorfer Straße. 1922 diente die Wiese des Landwirts Matthias Prepols im "Engen Gäßchen" als Sportgelände.
Für die Durchführung eines Sportfestes wurden 1921 in der "Kuhwiese" provisorisch zwei Sportplätze hergerichtet. Gespielt wurde in zwei Gruppen. Der SV 07 Setterich qualifizierte sich als Turniersieger.
Die Sportplatzfrage konnte in Oidtweiler nicht endgültig geklärt werden. Diese Schwierigkeiten trugen wesentlich dazu bei, dass die "Borussia" 1922 mit dem Sportverein Baesweiler eine Fusion einging. Es enstand der "Sportverein Baesweiler-Oidtweiler" (SBO).

SV Baesweiler-Oidtweiler (SBO) von 1922 - 1933

Der neue "Sportverein Baesweiler-Oidtweiler" musste in der C-Klasse anfangen. Der Sportplatz des Vereins befand sich in Baesweiler an der Petersstraße. In der ersten Mannschaft spielten zunächst überwiegend frühere Borussenspieler aus Oidtweiler. Die erste Mannschaft des Vereins stieg 1925 in die B-Klasse, 1926 in die A-Klasse (1.Kreisklasse) und 1927 in die Bezirksklasse auf. Diese Erfolgserie brachte der Mannschaft den Beinamen "Wunderknaben" ein.

Beim "Sportverein Baesweiler-Oidtweiler" wurde auch Leichtathletik groß geschrieben. Großes Gewicht hierauf legte der Volksschullehrer Fritz Latten, der den Verein technisch betreute. Sein Name ist mit den damaligen Erfolgen des Vereins eng verbunden. Zu den erfolgreichsten Leichtathleten dieser Zeit zählten die Oidtweiler Matthias Braun, Hubert und Theo Fest, Hubert Büttgen und Konrad Scherberich, wobei sich Theo Fest mit fünf Kreismeistertiteln im Jahr 1929 auszeichnete. Matthias Braun wurde 1930 in einem leichtathletischen Mehrkampf Sieger. Als Ehrenpreis erhielt er aus Anlass der Rheinlandbefreiung die vom Reichspräsidenten Hindenburg gestiftete Ehrenplakette.
Peter Braun, der sich zu dieser Zeit der Leichtathletik verschrieben hatte, erzielte im 3000-Meter-Lauf die noch heute beachtliche Zeit von 9:11,0 Min.

1933, als nur noch wenige Oidtweiler Aktive sich beim "SPO" befanden, wurde der Verein in "SV 09 Baesweiler umbenannt.
1924 - 1926, Vereinsvorsitzender Wilhelm Keufen

Schon 1924 bildete sich in Oidtweiler wieder ein selbständiger Verein. Grund dafür war, dass der Spieleranteil in der ersten Mannschaft des "SPO" mehr und mehr zurückging.
Der Verein schloss sich dem DJK-Verband an und nannte sich "DJK Concordia Oidtweiler".
Die erste Mannschaft begann in der C-Klasse (3.Kreisklasse). 1926 schaffte sie den Aufstieg in die B-Klasse (2.Kreisklasse). Die erste Mannschaft spielte in folgender Besetzung:

Johann Lehnen, August Bergstein, Hubert Maaßen, Hubert Kochs, Matthias Florack, Josef Lerschen, Fritz Pohlen, Matthias Braun, Konrad Vandekamp, Johann Bergstein, Konrad Lehnen, Josef Hübben und Heinrich Jansen

Die DJK betrieb nicht nur Fußballsport, sondern hatte auch eine Turnergruppe. Die Übungen an Reck, Pferd und Barren wurden im Saale Heinrich Mürkens durchgeführt. Die Turner konnten sich auf vielen Turn- und Bergfesten auszeichnen. Im Jahre 1933 wurden die Turngeräte von der damaligen NSDAP beschlagnahmt, womit dann auch das Turnen in Oidtweiler offiziell zum Erliegen kam und bis zum heutigen Tage nicht wieder aufgenommen wurde.